"Samizdat" im GULAG. Eine schwarze Literaturgeschichte

Einladung zur Ausstellungseröffnung
"Samizdat" im GULAG. Eine schwarze Literaturgeschichte

am 4. November um 17 Uhr eröffnen wir im Haus der Wissenschaft die Ausstellung "Samizdat" im GULAG. Eine schwarze Literaturgeschichte zu der wir Sie herzlich einladen.

In den literarischen Werken, die Alexander Solschenizyn, Jewgenija Ginsburg und Warlam Schalamow nach ihrer Lagerzeit über den GULAG verfassten, finden sich viele Erinnerungen daran, wie in den Gefängnissen und Lagern die Rückbesinnung auf Gedichte und ganze Romane für einige der Verhafteten und Deportieren der letzte Überlebenshalt wurde. Im Archiv von MEMORIAL Moskau wurden diese "Samizdats", die "selbstverfertigten Niederschriften" aus dem GULAG und aus der Verbannung aufbewahrt, darunter Bände mit fragilen Zigarettenpapier-Seiten, ein schmales Album mit einem Birkenrinden-Umschlag, daumennagelgroße Gebetbücher, Gedichtbände und vieles mehr. Außerhalb Russlands war die Existenz dieser Sammlungsstücke bislang kaum bekannt. Im Haus der Wissenschaft sind diese bis zum 14. Januar 2017 zu sehen.

Die neu erarbeitete Begleitbroschüre enthält zahlreiche Abbildungen und dokumentiert die Entstehensumstände einiger der im GULAG angefertigten Niederschriften und informiert, soweit möglich, über die Verfasserbiographien, die von MEMORIAL Moskau aufwendig recherchiert wurden. Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion des Literaturhauses Berlin mit MEMORIAL Moskau. Bitte teilen Sie uns mit, ob wir zur Eröffnung mit Ihnen rechnen dürfen.

Die Begrüßungsworte sprechen:

Prof. Dr. Gerold Wefer
Vorstandsvorsitzender des Hauses der Wissenschaft e.V.

Lutz Dittrich
Literaturhaus Berlin

Dr. Irina Scherbakowa
MEMORIAL Moskau

"Samizdat" im GULAG. Eine schwarze Literaturgeschichte