Nur ein Roman

"Nur ein Roman? Wie Literatur unser Denken verändern kann"

Prof. Dr. Margrit Schreier bei "Wissen um 11"

Am Samstag, den 16. Dezember um 11 Uhr wird Prof. Dr. Margrit Schreier das Thema "Nur ein Roman? Wie Literatur unser Denken verändern kann" vorstellen. Schreier absolvierte ihr Studium der Literaturwissenschaft (Anglistik) in Oxford und promovierte und habilitierte in Heidelberg im Bereich Psychologie. Es folgte eine wissenschaftliche Assistentenz an der Universität zu Köln. Seit Februar 2003 ist sie Professor of Empirical Methods in the Humanities and Social Sciences an der International University Bremen. Ihre derzeitigen Arbeitsschwerpunkte sind Medienpsychologie, Leseforschung und Untersuchungen zur
Wirkung fiktionaler Texte.

Der Vortrag:
Der Vortrag befasst sich mit der Wirkung von Literatur. Ihr werden traditionell viele und weit reichende Wirkungen zugeschrieben. Andererseits wurden diese Wirkungen lange Zeit kaum erforscht, weil man ja weiß: Es ist nur ein Roman, und ein Roman ist eben nicht die Wirklichkeit. Erst in jüngerer Zeit wird zu dem Thema geforscht. Und hier zeigt sich ganz klar, dass Literatur unsere Überzeugungen und Einstellungen beeinflussen kann. Sie kann uns in dem bestärken, was wir sowieso schon denken. Sie kann uns aber auch dazu bringen, unsere Überzeugungen in einer Weise zu verändern, die in krassem Gegensatz zu unserem gesunden Menschenverstand steht z.B. der Aussage stärker zuzustimmen, dass Schokolade beim Abnehmen hilft, oder dass psychische Störungen ansteckend sind. Die genauen Prozesse, die solchen Überzeugungsänderungen zugrunde liegen, sind noch unklar.

Dieser Vortrag ist der letzte im Jahr 2006. Am Samstag, den 6. Januar 2007 wird Wissen um 11 wieder fortgesetzt mit Dr. Jens Lehmann, der das Thema "Der Bremer Stein und die Dinosaurier - Ein Baustein erzählt Geschichten" vorstellen wird.

"Wissen um 11", die Wissenschaftsmatinee in Bremen, in der spannende und aktuelle Themen aus der Wissenschaft jeden Samstag um 11 Uhr in dreißig Minuten vorgestellt werden.
Der Eintritt ist frei.

Bremen, 6. Dezember 2006

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