100m2 Meer

Ab Dienstag, den 23. Mai, 18 Uhr

100m2 Meer
Eine Reise durch die Meere und Ozeane

Die Erde ist zu 71 Prozent von Wasser bedeckt. Die Ozeane und Meere beeinflussen und steuern das Klimasystem durch die Verteilung von Wärme und Aufnahme der durch den Menschen verursachten Treibhausgase. Sie versorgen die Weltbevölkerung mit Nahrung, sind wichtige Verkehrswege und attraktive Erholungsorte. Auch wenn die Kenntnis über die Bedeutung des Ozeans für den Menschen wesentlich erhöht wurde, so sind doch noch viele Fragen offen. Dies hängt auch zusammen mit der Unzugänglichkeit des tiefen Ozeans für Forschungsarbeiten, die den Einsatz spezialisierter Technologien im Rahmen von Schiffsexpeditionen erfordern.

In den letzten dreißig Jahren hat sich die Meeresforschung im Land Bremen zum größten Wissenschaftsschwerpunkt mit großer internationaler Sichtbarkeit entwickelt. Mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Intensitäten beteiligen sich daran in zum Teil enger Kooperation die beiden Universitäten, die beiden Hochschulen und mehrere außeruniversitäre Einrichtungen. Die Forscherinnen und Forscher arbeiten an Projekten vom Küstenbereich bis zur Tiefsee mit regionalen Schwerpunkten in der Nordsee, in den Tropen, im Atlantik und in den Polargebieten. Eine Auswahl dieser Aspekte soll in dieser Ausstellung präsentiert werden.

Unter Beteiligung von zehn Bremer Forschungseinrichtungen führt die Ausstellung "100 m2 Meer" durch einige der vielen Facetten der Meere und Ozeane – angefangen bei Mythen bis hin zu meereswissenschaftlicher Forschung, vom Strand bis in die Tiefsee. Hörlogbücher, Videos und Maritime Sounds bieten als "Geschichten aus dem Meer" Einblicke in die Wahrnehmung, Erfahrung und Vorstellung des Lebens im und am Meer. Wie kann aus Wellen Energie gewonnen werden? Was hat es mit den Sandrippeln auf sich und warum ist diese allgegenwärtige Struktur im Wattenmeer so wichtig gegen Verunreinigungen durch Nitrat? Unter dem Stichwort "Seegras – Werkstoff statt Sondermüll" können sich Besucher ein Bild davon machen, was bei einem Materialexperiment entstanden ist im Rahmen einer Bachelorarbeit für Integriertes Design. Wie verändern Arktis und Antarktis das Weltklima? Diese riesigen, vielfach menschenleeren Regionen scheinen weit weg zu sein. Sie bestimmen jedoch ganz wesentlich, wie sich das Weltklima entwickelt. Lässt sich aus Wellen Energie erzeugen? In den Meeren schlummern viele ungenutzte Energiequellen, deren Potential noch erforscht wird. Unlängst erkannte man, dass die Tiefseeforschung, die auf extreme Umweltbedingungen stößt, sich für eine Zusammenarbeit mit der Luft- und Raumfahrtforschung anbietet. Das "Nurflügler-Design" eines Unterwassergleiters bringt zum Beispiel Erfahrungen aus der Luftfahrt ein. Während gleichzeitig im Projekt Europa-Explorer die Frage erforscht wird, wie sich der Ozean des Jupitermondes Europa erkunden lässt.

Ein umfangreiches Begleitprogramm innerhalb und außerhalb des Hauses der Wissenschaft ergänzt die Ausstellung, die bis zum 23. August zu sehen ist. Die Eröffnung findet am 23. Mai um 18 Uhr statt.

Die Ausstellung wurde konzipiert an der HfK Bremen im Master-Studio „System und Struktur“ unter der Leitung von Prof. Roland Lambrette. „100m2 Meer“ ist ein Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2016*17: Meere und Ozeane – Entdecken. Nutzen. Schützen. Mit freundlicher Unterstützung der WFB – Wirtschaftsförderung Bremen.

Ein Beitrag des Hauses der Wissenschaft zum Wissenschaftsjahr 2016*17: Meere und Ozeane – Entdecken. Nutzen. Schützen. Der Eintritt ist frei.

Begleitprogramm innerhalb des Hauses der Wissenschaft in 2016...

Begleitprogramm innerhalb Haus der Wissenschaft in 2017...

Begleitprogramm außerhalb des Hauses der Wissenschaft in 2017...

Bilder der Ausstellungseröffnung...

Alle beteiligten Exponategeber der Ausstellung:

Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft, Universität Bremen
Hochschule für Künste in Bremen
Hochschule Bremerhaven
Hochschule Bremen
Jacobs University
Marum – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen
Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
Helmholtz-Allianz “Robotische Exploration unter Extrembedingungen – ROBEX
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung

100m2 Meer